Eine Terrasse ohne Bepflanzung wirkt steril — wie ein Wohnzimmer ohne Bilder. Die richtige Terrassenbepflanzung verwandelt eine harte Steinfläche in einen Ort, an dem man sich wohlfühlt. In meinen Projekten ist die Terrassenbepflanzung oft das letzte Element — weil sie das Gefühl von Außen-Wohnen tatsächlich entstehen lässt.
Drei Standorte, drei Lösungen
Sonnige Terrasse
Südwest-orientierte Terrassen sind im Sommer heiß. Hier brauchen Sie hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen: Lavendel, Perovskia (Russischer Salbei), Sedum, Stipa tenuissima, Salvia nemorosa, Achillea.
Halbschattige Terrasse
Nord- oder Ostlage mit Vormittagssonne. Ideal für Hortensien, Funkien (Hosta), Astilben, Hakonechloa, Heuchera.
Schattige Terrasse
Schwierigster Standort. Hier funktionieren Pachysandra terminalis, Vinca minor, kleine Funkien und Schneeball-Hortensie „Annabelle“.
Kübel oder Beet?
Beide funktionieren. Kübel sind flexibler, brauchen aber im Sommer tägliches Wässern. Beete direkt am Terrassenrand sind pflegeleichter und wirken integrierter.
Pflanzplan: Terrassenbeet 6 m² sonnig
- 3 Lavandula „Hidcote Blue“
- 5 Salvia nemorosa „Caradonna“
- 3 Pennisetum alopecuroides „Hameln“
- 3 Achillea „Terracotta“
- 5 Sedum spurium als Bodendecker
- 3 Stipa tenuissima als Verbinder
Mehr Pflanzpläne auf Pflanzplan to go.
Sichtschutz durch Pflanzen
Wer Privatsphäre möchte: hohe Gräser wie Miscanthus, Säulenobst, Spalier-Hortensien oder Säuleneiben. Mehr im Beitrag Sichtschutz aus Gräsern.
Pflege
Im ersten Jahr regelmäßig wässern. Ab dem zweiten Jahr meist nur bei extremer Hitze. Im März alle Stauden bodennah zurückschneiden. Lavendel im August nach der Blüte um ein Drittel zurückschneiden.
