Sichtschutz aus Gräsern ist die eleganteste, leichteste und natürlichste Form, im Garten Privatsphäre zu schaffen. Im Gegensatz zu Holz- oder Steinwänden bewegt sich ein Gräser-Sichtschutz im Wind, verändert sich über das Jahr und wirkt nie erdrückend. Ich setze gerne Gräser-Sichtschutz besonders gerne ein — weil er drei Aufgaben gleichzeitig leistet: Sichtschutz, Struktur und Wind-Filter.
Welche Gräser werden hoch genug?
Miscanthus sinensis (Chinaschilf)
Die Nummer eins für hohen Sichtschutz. Bis 2,5 m hoch, breit aus, mit dekorativen Blütenwedeln ab August. Sorten: „Malepartus“, „Kleine Silberspinne“, „Gracillimus“.
Calamagrostis acutiflora „Karl Foerster“
Schlanker und aufrechter als Miscanthus. Bis 1,8 m. Blüht bereits im Juni. Ideal für schmale Sichtschutz-Streifen.
Pennisetum (Lampenputzergras)
Niedriger — 1,0 bis 1,4 m. Für halbhohen Sichtschutz oder als zweite Reihe vor höheren Gräsern.
Welche Gräser NICHT eignen sich
Bambus: nur in Wurzelsperren. Pampasgras: nicht zuverlässig winterhart. Schilfrohr: invasiv.
Pflanzabstand und Standort
Miscanthus alle 80-100 cm. Calamagrostis alle 60 cm. Pennisetum alle 50 cm. Alle drei: Vollsonne und durchlässiger Boden.
Pflanzplan: Sichtschutz-Streifen 8 m lang
- 5 Miscanthus „Kleine Silberspinne“ als Rückwand
- 5 Calamagrostis „Karl Foerster“ als zweite Reihe
- 5 Pennisetum „Hameln“ als vorderer Rand
- Ergänzungspflanzen: Salvia, Echinacea für Sommerblüte
Pflege
Einmal pro Jahr im Februar/März alle Gräser bodennah zurückschneiden. Nicht im Herbst — die Wintersilhouette ist ein Hauptargument für Gräser.
Wann wirkt der Sichtschutz?
Im Mai/Juni schießen die Gräser hoch. Voller Sichtschutz besteht ab Juli bis Februar. Im März nach dem Rückschnitt entsteht eine 4-6-wöchige Lücke — hier hilft eine kombinierte Lösung mit immergrüner Hecke dahinter.
